Kärntner Spezialitäten und Schmankerln

Kärnten ist bekannt für seine gute und herzhafte Küche, die zum Teil eine sehr lange Tradition hat. Anders als zum Beispiel die feine Wiener Küche sind die Spezialitäten aus Kärnten eher deftig und rustikal, aber ganz gleich was man auch probiert, es schmeckt alles köstlich.

Spezialitäten aus der Bauernküche

Milch, Milchprodukte, Getreide und Fleisch – das sind die Zutaten, aus denen die Kärntner Küche in der Hauptsache besteht. Da Kärnten immer schon von der Landwirtschaft geprägt wurde, ist es kein Wunder, dass die meisten Gerichte aus der Bauernküche stammen. Oft und gerne gegessen werden die Kärntner Kasnudeln, ein einfaches, aber leckeres Gericht, das die Landfrauen heute noch gerne auf den Tisch bringen. Die Teigtaschen, die mit Minze und Quark gefüllt werden, schmecken auch in einer Milchsuppe sehr gut. Schlickkarpfen sind ebenfalls Teigtaschen, die aber mit Fleisch gefüllt werden und die hauptsächlich am Sonntag zur Vorspeise gegessen werden

Ritschert ist ein köstlicher Eintopf aus Bohnen und Gerste, der an kalten Wintertagen serviert wird, und die Klachlsuppe aus Schweinshaxe mit Gewürzen wird traditionell an Schlachttagen gegessen. Um die Suppe noch gehaltvoller zu machen, werden noch klein geschnittene Kartoffeln und geröstete Brotwürfel dazugegeben. Frigga heißt das Gericht, was sich früher die Holzfäller und Waldarbeiter über einem offenen Feuer zubereitet haben, aber der Eierpfannkuchen aus Speck und Käse schmeckt auch heute noch sehr gut.

Süßes zum Kaffee

Wenn es um Kuchen geht, dann steht die Kärntner Küche den feinen Mehlspeisen aus Wien in nichts nach. Der Reindling ist ein überall in Kärnten sehr beliebtes Gebäck, das hauptsächlich zu Ostern, aber auch an den Weihnachtsfeiertagen gegessen wird

Aus Mehl, Hefe, Zucker, Butter, Rosinen und Zimt, wird in einer speziellen Form eine Art Gugelhupf gebacken, den man nach Geschmack auch noch mit klein gehackten Nüssen oder Mandeln verfeinern kann. In der Osterzeit werden die Seiten des Reindlings mit christlichen Symbolen verziert und jede Hausfrau lässt ihren Reindling in der Ostermesse segnen, bevor er dann zu Hause angeschnitten und zum Kaffee verzehrt wird. Der Reindling  ist in einer gut verschließbaren Dose lange haltbar und auch die Kinder nehmen Stücke des Gebäcks mit Butter bestrichen, als Pausenbrot mit in die Schule.

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