Kärntner Musik – Volksmusik

Volksmusik ist Blasmusik – diese Meinung haben viele Menschen, wenn es um Musik geht, die aus den Gebirgsregionen kommt. Auch für die Kärntner Musik gilt dieses Vorurteil und das völlig zu Unrecht, denn die Kärntner haben ein sehr großes Repertoire, wenn es um volkstümliche Musik geht.

Kärntner Volksmusik – Eine lange Geschichte

Die Geschichte der Kärntner Volksmusik reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Schon im Jahre 1485 erzählten Durchreisende davon, dass sie selbst in den abgelegenen Dörfern und Tälern in Wirtshäusern Musikanten getroffen haben, die es „vorzüglich verstanden“ Musik zu machen. Damals war von Blasmusik allerdings noch keine Rede, denn die Musiker hatten lediglich ein Hackbrett, eine Bassgeige und eine Geige. Diese Instrumente, die man auch heute noch bei der typischen Kärntner Stubenmusik finden kann, bilden die Grundlage für die Volksmusik und sind bis heute Begleitinstrumente für die Sänger und Sängerinnen. Im Laufe der Zeit kam dann noch die Klarinette, die Harmonika und schließlich auch die Blechblasinstrumente dazu. Einen großen Einfluss auf die Kärntner Volksmusik haben seit jeher die Slowenen gehabt, denn viele Melodien wurden von den Nachbarn im Süden übernommen. So ist bis heute Slavko Avsenik und seine Oberkrainer ein Vorbild für viele Kärntner Musiker.

Brauchtum – Singendes Kärnten

In keinem anderen österreichischen Bundesland wird so viel gesungen wie in Kärnten. Es gibt 600 Chöre und zahlreiche Chorverbände überall im Land. Den Anfang machte der Männergesangverein Klagenfurt im Jahre 1897, der eine wahre Welle an Chorgründungen auslöste. Heute kann man praktisch in jedem auch noch so kleinen Dorf mindestens einen Chor finden. Ob es sich dabei um einen Männer- oder Frauenchor, um einen Kinderchor oder um einen gemischten Chor handelt, spielt keine Rolle, denn alle haben eines gemeinsam und das ist die Freude an der Musik und am Gesang. Oftmals gehört das Singen aber auch zum Brauchtum, wie zum Beispiel das Sternsingen oder das Florinisingen, das besonders in den ländlichen Regionen noch gepflegt wird.

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