Feste und Volksbräuche in Kärnten

In Kärnten feiert man gerne, wobei viele Feste in Kärnten auch einen langen traditionellen Hintergrund haben. Noch heute ist Brauchtums Pflege in Kärnten kein Fremdwort und schon die Kleinsten machen mit, wenn es darum geht, Fasching, Weihnachten oder andere schöne Traditionsfeste zu feiern.

Pilger und Narren in Kärnten

Fasching, das heißt in Kärnten Ausnahmezustand, denn in der fünften Jahreszeit gibt es eine Menge von alten Bräuchen, die bis heute eine große Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem auch das Bockziehen, das Habergießen und das Narrentreiben. Junge heiratsunwillige Mädchen müssen sich dem Spott des Schalkredners auf dem Marktplatz stellen oder sich vor einen Pflug spannen lassen, weil das eine gute Ernte verspricht. Unter lauten „Lei-Lei“ Rufen, mit fantasievollen Masken und bunten Kostümen ziehen die Kärntner am sogenannten „damischen“ Dienstag durch die Städte und Orte. Der Vierberglauf findet immer am zweiten Freitag nach Ostern statt und ist eine Art Pilgerreise, die eine sehr lange Tradition hat. Um Mitternacht und bei Glockengeläut brechen die Pilger zu einer 50 km langen Wanderung auf, bei der sie auf vier Berggipfel steigen und 2.500 Höhenmeter überwinden müssen. Die erste Station der 16 Stunden dauernden Pilgerwanderung ist der Magdalenenberg und vor dort aus geht es zum Ulrichsberg, um mitzuerleben, wie die Sonne über Klagenfurt aufgeht. Das Ziel ist Wanderung ist der Lorenziberg. Der Sage nach wird die Welt untergehen, wenn der Vierberglauf nicht mehr stattfindet.

Winterbräuche in Kärnten

Der Winter ist die Zeit, in der viele alte Volksbräuche in Kärnten wieder lebendig werden. Der Barbaratag am 1. Dezember läutet praktisch die Vorweihnachtszeit ein, an diesem Tag soll man einen Obstbaumzweig in die Vase stellen, der dann am Heiligen Abend blüht. Der Krampus ist bei den Kindern in Kärnten bekannt und berüchtigt, denn der wilde Geselle mit einer unheimlichen Maske und dem zotteligen Fell besucht nur die bösen Kinder. Allerdings bekommen auch die was vom Nikolaus, der am 6. Dezember kommt. Maria auf Herbergssuche heißt ein Volksbrauch in Kärnten, bei dem eine Madonnenstatue jeden Tag in ein anderes Haus im Ort gebracht wird und eine Nacht bleibt. Dort wo sie am Heiligen Abend steht, bleibt sie 40 Tage lang, bis Maria Lichtmess am 2. Februar.

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